Seit 38 Jahren verkaufe ich Nägel

Auf dem Dachboden habe ich heute dieses Foto gefunden, das 1977 auf der Messe Deubau in Essen geschossen wurde.

Deubau77

 

An einem Wochenendtag durfte ich das BiERBACH-Team dorthin begleiten. Was anfangs ein aufregender Einblick in den Alltag meines Vaters und der vielen Menschen war, die bei BiERBACH arbeiteten und die ich gut kannte, wurde schon bald langweilig für mich 6-jährigen Jungen.

Mein Vater kam dann auf die Idee, mich „goldene Nägel“ verkaufen zu lassen. Es startete an dem Tisch, der auf dem Bild gut zu sehen ist. Preis für einen Nagel: 1 Deutsche Mark. Verhandlungskompetenzen wurden mir nicht erteilt.

Als dennoch alle Nägel verkauft waren, bekam ich aus einem weiteren Karton neue Nägel und machte mich auf den Weg durch die Halle. Ich lernte, dass auch 2 DM nicht zu viel waren, denn die ca. 20 Nägel, die ich anfangs in der Hand halten konnte, waren schnell verkauft und ich musste am Stand wiederholt Nachschub holen. Hauptabnehmer waren übrigens Frauen, das hatte ich schnell spitz gekriegt und fortan ging ich zielbewusst auf diese zu.

Als die Ware knapp wurde, verkaufte ich das Stück  für 5 DM und schließlich musste ein Mitarbeiter aus dem 50 km entfernten Werk kommen, um einen weiteren Karton „goldener Nägel“ zu bringen.

Spaß hat es gemacht! Und Spaß macht es heute noch, auch wenn sich die Art und Weise, wie man einen Nagel verkauft, deutlich gewandelt hat.

 

Es grüßt herzlich

Ihr Matthias Bierbach

 

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