Marken und Vertrauen – auch bei Nägeln und Schrauben gibt es Qualität

Im Markt für Eisenwaren und Werkzeuge gibt es viele starke Marken. Das hat einen guten Grund, denn eine über Jahrzehnte erfolgreiche Marke bedeutet, dass diese das Vertrauen des Verbrauchers gewonnen hat. Nachhaltig ist dies nur mit einer konsequenten Qualitätsstrategie zu erreichen.

Besuche im Baumarkt legen jedoch eher den Schluss nahe, dass es dem Verbraucher bei Nägeln und Schrauben gar nicht so sehr auf die Qualität, sondern vielmehr auf einen günstigen Preis ankommt. Dort findet man nicht nur bei der Quengelware kurz vor der Kasse, sondern auch in den Spezialgängen die Sortimentseimer und Kleinpacks von Lieferanten, die selbst mir als Brancheninsider komplett unbekannt sind.

Möglicherweise handelt es sich dabei dann um Handelsmarken, ganz sicher aber um Importe, zumeist aus Fernost.

Interessant dabei ist, dass Präsentation und Verpackung nur den Anschein erwecken, als sei die Ware besonders günstig. Häufig ist sie maßlos überteuert, was sicherlich auch in der Natur des Produktes liegt: Wer in den Baumarkt geht, hat häufig den Plan, seine eigenen vier Wände zu verschönern und budgetiert dabei die hauptsächlich ins Gewicht fallende Ware: die schönen Dielen, das Gartenholz, das Werkzeug.
Das Befestigungsmaterial wird selten kalkuliert und es wird eben „ein Paket Schrauben“ genommen. Da wird nicht auf den Preis geachtet, der gemessen am Gesamtprojekt zu vernachlässigen ist.

Oder anders: Durch einen besonders deutsch klingenden Namen wird der Anschein erweckt, es handele sich um hiesige Produktion, die einen höheren Preis rechtfertige.

Gerade bei Eisenwaren gibt es mehr Kopien als Originale.
Es wird nicht immer das geliefert, was versprochen wurde!

In beiden Fällen kann (ich sage bewusst: kann!) der Ärger groß werden. Was ist, wenn die verarbeiteten Schrauben nicht gehärtet sind und abbrechen und das schöne teure Holz beschädigen? Entweder muss es aufwändig ersetzt werden oder aber die Macke erinnert einen jeden Tag daran, dass man am falschen Ende gespart hat.

Sollte man sich dennoch entschließen, eine Reklamation auf den Weg zu bringen, so wird man möglicherweise mit einem Ersatzpaket Nägeln oder Schrauben ruhig gestellt, die Folgeschäden dürften aber in den wenigsten Fällen übernommen werden – zumal der Baumarkt sich mit der Ware und dessen Fehlerhaftigkeit kaum wird auseinandersetzen können (und wollen).

Als Hersteller kann ich Reklamationen und Fehler natürlich auch nicht gänzlich ausschließen. Aber ich weiß bei meinem eigenen Produkt,

  • wo Fehlerquellen sein können,
  • ich kann von der Art des Schadens auf den Mangel schließen,
  • ich kann mich nicht hinter Lieferanten verstecken und die Klärung in die Länge ziehen,
  • ich kann mit einer vernünftig ausgestatteten Produkthaftpflichtversicherung auch Folgeschäden abdecken
  • UND ich bin als Markenhersteller daran interessiert, nachhaltig das Vertrauen des Verbrauchers zu erhalten.

Nägel und Schrauben sind keine Mitnahmeartikel, sondern sie halten Ihre vier Wände zusammen!
Und es gibt einen Grund, warum BiERBACH seit mittlerweile 161 Jahren auf dem Markt ist.

 

Herzlich,
Ihr Matthias Bierbach

 

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